28.02.2026 – #12 – Malta „Gipfel“
Malta steht in der Prioritätenliste passionierter Alpinisten vermutlich nicht gerade unter den Top 3. Dennoch: Wer die 47 Summits Europas sammeln will, kommt an diesem Inselstaat nicht vorbei. Hier wartet der Ta‘ Dmejrek mit stolzen 253 Metern auf seinen „Bezwinger“. Nach einigen entspannten Urlaubstagen auf der Insel dämmerte es mir gerade noch rechtzeitig: Da war doch noch was! Ein Blick auf die Karte verriet mir den Funfact der Woche: Ich war in den letzten Tagen bereits quasi am höchsten Punkt vorbeigefahren – allerdings ohne das obligatorische Gipfelfoto. Also hieß es: Kommando zurück zu den beeindruckenden Dingli Cliffs, diesmal mit festem Blick auf das Ziel. Der geografische Höhepunkt Maltas liegt im Südwesten der Hauptinsel. Hier bricht eine weitläufige Hochebene spektakulär steil in das tiefblaue Mittelmeer ab. In direkter Nachbarschaft befinden sich die Orte Ħad-Dingli und Siġġiewi. Unser kleiner Aufstieg startete bei Għar Mundu (Bushaltestelle „Mundu“). Bewaffnet mit Karte und Kamera folgten wir der Straße bergauf, ließen die Abzweigung zum Laferla Cross und die Haltestelle „Zuta“ hinter uns. Schon nach kurzer Zeit wird man mit einem phänomenalen Ausblick von den Dingli Cliffs (Rdum ta‘ Ħad-Dingli) belohnt. Der Blick auf das offene Meer und die vorgelagerte, unbewohnte Felsinsel Filfla ist wahrlich majestätisch. Am Scheitelpunkt der Straße wird es dann… nun ja, sagen wir „interessant“. Die Suche nach dem exakten Punkt gestaltet sich als kleines Detektivspiel. Am nordöstlichen Straßenrand wartet ein leicht bewachsener Erdwall, dahinter erstreckt sich eine verkarstete Fläche. Das Gipfelplateau ist geprägt von einer eher spröden Ästhetik: Ein massives kleines Gebäude, diverse Verschläge, einige Schuttberge und tiefe Steinbrüche im Hintergrund prägen das Bild. Zugegeben: In der Liste der ästhetischsten Landeshöhepunkte Europas wird Malta wohl keinen Schönheitspreis gewinnen. Es ist gar nicht so leicht auszumachen, was hier natürliche Erhebung und was menschengemachte Aufschüttung ist. Dennoch haben wir uns diese ganz spezielle „Idylle“ des Ta‘ Dmejrek genau angeschaut. Fazit: Gipfel ist Gipfel! Ein schnelles Foto für die Statistik, und dann ging es mit der Familie auch schon wieder hinab von den „eisigen Höhen“ Maltas zurück in die Zivilisation. Malta: Zwischen Klippen-Idylle und Steinbruch-Charme
Ein Gipfelsturm im Vorbeifahren
Kurs auf den Ta‘ Dmejrek
Die „Schönheit“ des Gipfels



Dein Kommentar
Want to join the discussion?Feel free to contribute!